Sprechzimmer Dannwerth

Klassische Naturheilverfahren

Im Rahmen einer ganzheitlichen Behandlung kommen in meiner Praxis folgende klassische Naturheilverfahren zur Anwendung:

Schröpfen

Die Haut ist eine Art "Landkarte", auf der die inneren Organe in bestimmten Hautgebieten abgebildet sind. Diese Hautgebiete werden von dem gleichen Nerv versorgt wie das dazu gehörende innere Organ. Dadurch kann ein gezielter Heilreiz gesetzt werden.

Beim "trockenen Schröpfen" wird dazu auf dem entsprechenden Hautareal ein Unterdruck erzeugt, der sich durch die Haut auf das darunter liegende Gewebe fortsetzt und dort eine Anregung des Stoffwechsels bewirkt.

Beim "blutigen Schröpfen" wird die Haut vorher angeritzt, so kann das Blut austreten und gestautes Gewebe wird sofort entstaut. Festgesetzte Stoffwechselschlacken werden mit dem Blut ausgeschwemmt. Auf diese Art können nicht nur Muskeln entspannt und gelockert werden, auch Entzündungen werden schnell gelindert.

Blutegel

Die Wirkung der Blutegeltherapie ist auf den Blutverlust und die spezifischen Blutegelwirkstoffe zurückzuführen. Der Egel produziert einen Stoff, Hirudin genannt. Hirudin besitzt gerinnungshemmende, lymphstrombeschleunigende, antithrombotische, immunisierende, gefäßkramphlösende und durchblutungsfördernde Eigenschaften. Da die Blutegeltherapie eine sehr sanfte Therapie ist wird sie auch als langsamer Aderlass bezeichnet.

Hauptindikationen:

1. Venöse Erkrankungen
(Varikose, akute Thrombophlebitis, postthrombotisches Syndrom, Ulcus cruris)
2. Gelenkerkrankungen (Rheumatische Erkrankungen, Distorsionen, akuter Gichtanfall)
3. Lokale Infektionen

Baunscheidtieren

Das Baunscheidtverfahren ist ein Heilverfahren zur Ableitung über die Haut und ist Bestandteil der Ab- und Ausleitungsverfahren. Gestörte Körperfunktionen werden reguliert, indem abgelagerte Stoffwechselendprodukte der Ausscheidung zugeführt werden. Der Organismus wird entlastet, Schmerzzustände positiv beeinflußt und eine generelle Umstimmung wird erzielt.

Durchführung: Die Haut wird gestichelt – ohne daß Blut zutage tritt. Danach wird sie mit einem Öl eingerieben, welches zu einer starken Hautreaktion führt. Es bilden sich Quaddeln, klare bzw. mit Eiter gefüllte Pusteln, die einige Tage später aufplatzen oder eintrocknen.

Wirkung: Durch die Reizung der Haut werden die lokale Durchblutung und reflektorisch die Durchblutung der zugeordneten inneren Organe angeregt und somit eine allgemeine Kräftigung erreicht. Gift- und Krankheitsstoffe sowie Schmerzmediatoren werden ausgeleitet.

Hauptindikationen:

  Erkrankungen des Bewegungsapparates
  Abwehrschwäche
  Verdauungs- und Stoffwechselstörungen
  Funktionelle Beschwerden
 

Cantharidenpflaster

Dieses Verfahren zählt zu den Ausleitungsverfahren und wird als „weiße Schwester der Schröpfkunst“ bezeichnet. Anders als beim Schröpfen, steht beim Cantharidenpflaster die Wirkung über die Lymphe im Vordergrund.

Durch das Cantharidenpflaster wird eine Reizung der Haut hervorgerufen, welche mit den Symptomen einer künstlichen Verbrennung zweiten Grades einhergehen. Canthariden enthält Substanzen, die lokal durchblutungsfördernd wirken und eine Entzündung mit Bildung von Quaddeln und Blasen hervorrufen. Dadurch wird Gewebeflüssigkeit, die Stoffwechselschlacken und Schmerzmediatoren enthält, über die Hautoberfläche abgeleitet.

Dieses Verfahren bewirkt eine vegetative Umstimmung, darüberhinaus wirkt es immunstimulierend.

Indikationen:

  Erkrankungen der Wirbelsäule
  Gelenkerkrankungen
 

Entgiftung

Das Zwischenzellgewebe stellt den Nährboden für alle Körperzellen dar. Unsere Umwelt ist mit Schadstoffen belastet. Die Entgiftungsorgane sind nicht in der Lage die auf den Körper einwirkenden Schadstoffe in den Mengen auszuscheiden, wie sie dem Körper zugeführt werden. Sie lagern sich im Gewebe ab, die optimale Versorgung der Zellen ist nicht mehr gewährleistet. Alkohol, Nikotin, Zucker und Dauerstress, dem viele Menschen ausgesetzt sind, wirken sich zusätzlich negativ auf den Organismus aus. Organe können nicht mehr richtig arbeiten - Krankheiten entstehen.

  Rückenbeschwerden
  Schlaflosigkeit
  hoher Blutdruck
  geistige und körperliche Erschöpfung / Burnout-Syndrom
  Infektanfälligkeit
  Allergien
  Depressionen

Oft sind oben genannte Symptome Zeichen für eine Überforderung des Körpers und stellen keine eigenständigen Krankheiten dar. Mit Hilfe von Naturheilmitteln, einer gesunden Ernährung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr ist man in der Lage, eingelagerte Schadstoffe auszuleiten und eine optimale Versorgung der Körperzellen zu gewährleisten. Die Körperzellen können so ihre volle Leistungskraft wieder entfalten.

Ebenso kann bei einem unerfüllten Kinderwunsch eine Schadstoffüberlastung der Grund dafür sein, daß die Eierstöcke ihrer Funktion nicht mehr ausreichend nachkommen können. Sie werden träge und produzieren nicht genügend oder unreife Eier.

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